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Jahr für Jahr werden von der EU, vom Bund und von den einzelnen Bundesländern zahlreiche Fördermittel (auch Förderprogramme, Subventionen, öffentliche Fördermittel genannt) zur Verfügung gestellt. Zurzeit haben wir in Deutschland ca. 3.500 verschiedene Förderprogramme. 

Das Förderpotenzial für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft liegt in den Bereichen:

1.   Existenzgründung und -festigung
2.   Unternehmensfinanzierung
3.   Infrastruktur- und Regionalförderung
4.   Innovation
5.   Beratung
6.   Umwelt und Energie
7.   Arbeit, Aus- und Weiterbildung
8.   Messen und Ausstellungen
9.   Außenwirtschaft
10. Kultur, Medien und Sport
11. Gesundheit und Soziales
12. Wohnungsbau und -modernisierung
13. Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei
14. Städtebau und Stadterneuerung


Wenn wir von öffentlichen Fördermitteln sprechen, so sind die Förderprogramme in die folgenden Förderbereiche einzugliedern:   

                  

1.)  Gebietsförderung
Bei der Gebietsförderung erhält der Antragsteller Zuwendungen, meist in der Form von Zuschüssen, wenn er eine Investition in einem bestimmten Gebiet tätig. In diesem Zusammenhang sind besonders die Fördergebiete der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zu nennen.
 

2.)  Mittelstandsförderung
Hat der Antragsteller nur eine bestimmte Größe in den Bereichen Bilanz, Umsatz, Beteiligungsform und Mitarbeiterzahl, so kann die Mittelstandsförderung in Anspruch genommen werden. Die EU-Definition ist dabei maßgeblich, die besagt, dass der Antragsteller folgende Kriterien erfüllen muss:

a.    Weniger als 250 Mitarbeiter und
b.    Weniger als 25% des Unternehmens im Besitz eines großen Unternehmens und
c.    Max. 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder
d.    43 Millionen Euro Bilanzsumme 

 

3.)  Sachförderung
Unter Sachförderungen wird eine Förderung verstanden, wobei der Antragsteller bestimmte Sachinvestitionen tätigt, wie zum Beispiel Umweltinvestitionen, erneuerbare Energien sowie Forschung- und Entwicklung (FuE). Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet, zum Beispiel, besondere Programme für die erneuerbaren Energien an.

 

4.)  Projektförderung
Bei der Projektförderung kann ein bestimmtes Projekt, eine bestimmte Maßnahme, Kooperation oder Ähnliches gefördert werden. Sollte sich zum Beispiel ein deutsches Unternehmen dazu entschließen, sein Angebot auch im europäischen oder in einem anerkannten Drittstaat, anzubieten, so kann diese Maßnahme gesondert gefördert werden.

5.)  Personenförderung
Im Bereich der Personenförderung werden bestimmte Personen gefördert. Hierunter fallen zum Beispiel auch Existenzgründer, die eine so genannte Existenzgründung machen.

 

Die Förderungen in den oben genannten Förderbereichen werden in verschiedene Förderarten unterschieden: 

1.) Zuschuss
Der Zuschuss wird auch gerne „verlorener Zuschuss“ genannt. Dabei handelt es sich um geschenktes Geld, welches auch nicht bei erfolgreicher Gründung zurückbezahlt werden muss.

 
2.) Darlehen 
Die zinsgünstigen Darlehen werden entweder bundesweit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bankengruppen) und/oder von Institutionen die einzelnen Bundesländer, zum Beispiel Bayern: LfA-Förderbank Bayern, ausgereicht. Ein Mix zwischen den Mitteln der KfW-Bankengruppe und der Bundesländern ist dabei in der Regel erlaubt. Insbesondere sind hier die Gründungsdarlehen für Existenzgründer zu nennen. Diese Darlehen sind zinsverbilligt (Zuschuss bei den Zinsen) und nehmen eine besondere Rücksicht auf die Sicherheitenstellung des Antragsstellers. So gibt es Nachrangdarlehen, die nicht banküblich zu besichern sind, wie zum Beispiel das ERP-Gründungsdarlehen der KfW-Bankengruppe. Eine weitere Möglichkeit sind die so genannten Haftungsfreistellungen. Wie es der Name schon sagt, wird der Kreditnehmer hier von der Haftung in einem gewissen Umfang (max. 70%) freigestellt. Allerdings sind nicht alle zinsgünstigen Darlehen mit einer Haftungsfreistellung versehen. 

Die Zinsen für die zinsgünstigen Darlehen werden in einem aufwendigen Ratingverfahren ermittelt. Die entsprechenden Preisgruppen sind bei den dazugehörenden Förderinstitutionen im Internet öffentlich ersichtlich.
Die zinsgünstigen Darlehen bieten des Weiteren noch den Vorteil, dass eine anfängliche tilgungsfreie Anlaufzeit berücksichtigt werden kann.

 

3.) Bürgschaften
Sollten die banküblichen Sicherheiten nicht ausreichend sein, und hat das beantragte Darlehen keine Haftungsfreistellung, so kann eine entsprechende Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank des jeweiligen Bundeslandes (wo die Investitionen durchgeführt werden) beantragt werden. Diese Ausfallbürgschaft kann bis max. 80% der Investitionen betragen.  Zusätzlich können aber auch Kontokorrent- und/oder Avalkredite mit einer Ausfallbürgschaft versehen werden. 

 

4.) Beteiligungen
Sollte das Eigenkapital bei einem Projekt oder bei einer Gründung / Existenzgründung aufgestockt werden, so kann eine stille Beteiligung durch eine öffentliche Beteiligungsgesellschaft geschehen. Diese Beteiligungsgesellschaften sind in der Regel auf Bundesländerebene. Die Beteiligung wird verzinst und die Beteiligungsgesellschaft wird entsprechend an dem Gewinn beteiligt. Das Beteiligungskapital muss nach der vereinbarten Zeitspanne entsprechend wieder zurückgeführt werden.

 

5.) Sonstiges
Unter Sonstiges fallen zum Beispiel Förderprogramme, die nur für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stehen. Hier können die Hilfen in der KfW-Bankengruppe und/oder die Hilfen der Bundesländer aufgezählt werden, die in der Finanz- und Wirtschaftskrise den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Eine Kombination mit anderen Fördermittel ist  möglich.

 

Die Förderprogramme, mit wenigen Ausnahmen (zum Beispiel Zuschüsse, EU-Programme, etc.), werden durch das so genannte Hausbankprinzip ausgereicht. 

Bei dem o.g. Hausbankprinzip wendet sich der Antragsteller nicht direkt an das Förderinstitut, sondern stellt den Antrag bei seiner Hausbank. Die Hausbank leitet den Antrag nach der Bearbeitung an das entsprechende Förderinstitut weiter.

 

Es gab noch nie so viele wirklich nutzbare und sachgerechte Fördermittel wie heute. Die Fördermittel sind gerade in der heutigen Zeit eine tragende Säule der Finanzierung. 


Hier erfahren Sie mehr über die Fördermittelberatung.